Der Wunsiedler Verein zeigt am Sonntag, was hinter einem großen Knall steckt. Sicherheit kommt dabei nicht zu kurz.

Zur Geräteschau lädt die Böllergruppe der Privilegierten Schützengesellschaft (PSG) Wunsiedel am Sonntag, 5. Februar, von 14 bis 17 Uhr im Schützenhaus auf dem Katharinenberg ein. Der Verein zeigt das komplette Zubehör. Die Böllerschützen geben gerne Auskunft und lassen es auch mal krachen. „Nehmen Sie doch mal einen Böller in die Hand, heben Sie ihn hoch“, fordert der Vorstand potenzielle Besucher auf. „ Frauen können das auch.“ Fünf Damen sind in der 16-köpfigen Böllergruppe aktiv.

In einem Böller wird eine verdämmte, das heißt von einer festen Hülle eingeschlossene Pulverladung zur Explosion gebracht. Zum Verdämmen
wird hauptsächlich Kork verwendet. Filz kann nachglimmen und Weichholz ist in unserer Region verboten – im Gegensatz zu den Berchtesgadener Weihnachtsschützen, die sich auf eine uralte Tradition berufen können. Bei der Zündung mit Hütchen treibt Druck die Verdämmung mit einem lauten Knall aus dem Lauf. Bei Dunkelheit ist ein schöner Feuerstrahl zu sehen. Die PSG Wunsiedel nutzt Handund Schaftböller der verschiedensten Hersteller. Außerdem steht im Vereinsheim eine Böllerkanone bereit. Alle Böller sind nur für Schwarzpulver zugelassen und beschossen. Sie werden von vorne geladen und sicher gezündet über das Perkussionsschloss. Daran ist ein Splitterschutz angebracht.
Um die Sicherheit zu gewährleisten für sich und andere, muss der Böllerschütze viele Auflagen berücksichtigen. Vor jedem Schießen muss
er den Böller auf Funktionstüchtigkeit überprüfen. Nach jedem Schießen werden die Geräte gereinigt. Das Gewicht richtet sich nach dem Kaliber. So besteht der beste Schutz vor starkem Rückstoß und Verletzungen.